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Der Frühling kommt, Zeit für Inhalatoren

Der Frühling kommt, Zeit für Inhalatoren

In der Mitte der Notlage im Zusammenhang mit der Verbreitung des COVID-19-Virus, besser bekannt als Coronavirus, darf nicht vergessen werden, dass unsere Gesundheit auch durch andere, bekanntere, aber nicht weniger gefährliche Krankheiten untergraben wird. Mit der Ankunft des Frühlings sind Asthmatiker und Allergiker in höchster Alarmbereitschaft, um gefährlichen Atemwegskrisen vorzubeugen. In den Taschen dieser Menschen können die Trockenpulver-Inhalatoren, die technisch als Dpi oder Trockenpulver-Inhalator bekannt sind, nicht fehlen. Bei der Herstellung und Vermarktung dieser Geräte muss nicht nur auf die Dosierung des Medikaments und seine Konsistenz, sondern auch auf das Verabreichungsgerät besonders geachtet werden. Für die pharmazeutische Validierung von Dpi ist die regulatorische Referenz für Europa Eudralex Band 4, „Annex 10 – Manufacture of Pressurised Metered Dose Aerosol Preparations for Inhalation„. Dieses Regelwerk umfasst alle Arten von Instrumenten für die inhalative Verabreichung von Arzneimitteln, also neben Trockenpulverinhalatoren auch Vernebler (alle als Aerosole bekannt) und vordosierte Sprays.

Das Schlüsselprinzip

Die Herstellung von unter Druck stehenden Inhalationsprodukten mit Dosierventilen erfordert aufgrund der Besonderheit dieser Produktform besondere Beachtung. Sie muss unter Bedingungen erfolgen, die die mikrobielle und partikuläre Kontamination minimieren. Auch die Qualitätssicherung der Ventilkomponenten ist essentiell. Bei Aerosolen muss eine homogene Verteilung von Flüssigkeitströpfchen oder Feststoffpartikeln in gasförmigen Medien, wie z.B. Luft, innerhalb der Suspension garantiert sein.

Räumlichkeiten und Ausrüstung

Die Herstellung und Befüllung der Inhalatoren sollte so weit wie möglich in einem geschlossenen und geschützten System erfolgen. Im Falle der Exposition von sauberen Produkten oder Komponenten muss der Produktionsbereich mit gefilterter Luft versorgt werden und mindestens die Anforderungen einer Grade-D-Umgebung erfüllen.

Produktion und Qualitätskontrolle

Qualitätskontrolle und Produktsicherung für Inhalatoren und Aerosolabgabeventile müssen streng sein. Sie sind komplexere technische Komponenten als die meisten Artikel, die in der pharmazeutischen Produktion verwendet werden, und deshalb sollten ihre Spezifikationen, Probenahmen und Tests dies berücksichtigen. Alle Flüssigkeiten (z.B. flüssige oder gasförmige Treibmittel) sollten gefiltert werden, um Partikel größer als 0,2 Mikron zu entfernen. Eine weitere Filtration ist nach Möglichkeit direkt vor der Befüllung wünschenswert.

Andere Indikationen

  • Behälter und Ventile müssen nach einem validierten Verfahren gereinigt werden, das für die Verwendung des Produkts geeignet ist. Es muss sichergestellt werden, dass keine Verunreinigungen als Fertigungshilfsmittel (z.B. Schmiermittel) vorhanden sind.
  • Nach der Reinigung sollten die Ventile in sauberen, geschlossenen Behältern gelagert werden, und es sollten Vorkehrungen getroffen werden, um bei der anschließenden Handhabung keine Kontamination einzuführen.
  • In der Abfülllinie müssen die Behälter in sauberem Zustand zugeführt oder, falls erforderlich, unmittelbar vor dem Befüllen in der Linie gereinigt werden.
  • Die Gleichmäßigkeit der Suspensionen während des Füllvorgangs muss gewährleistet sein.
  • Bei der Verwendung eines Füllverfahrens mit zwei Schüssen muss sichergestellt werden, dass beide Schüsse das richtige Gewicht haben, um die richtige Zusammensetzung zu erreichen.
  • Die Kontrollen nach dem Befüllen müssen sicherstellen, dass keine unzulässigen Leckagen vorhanden sind.

Bild von cenczi von Pixabay